Der Zyklus "Transpositionen" umfasst Skulpturen, Grafiken, musikalische Kompositionen und Installationen, die das Wechselspiel zwischen räumlicher Gestalt und Klang untersuchen. Ausgangspunkt ist das physikalische Konzept des Raum-Zeit-Kontinuums, in dem räumliche und zeitliche Strukturen als zusammenhängende vierdimensionale Formen interpretiert werden. In diesem Denkmodell lassen sich Raum und Zeit über mathematische Beziehungen ineinander überführen.
In "Partita in A-Moll" wird eine Komposition von Johann Sebastian Bach zum Ausgangsfpunkt für eine Liniengrafik. In Analogie dazu, wird in "Capriccio in H-Dur" eine Partitur zum Bauplan für eine Skulptur. Umgekehrt wird in der "Vertonung eines Möbiusbands" die räumliche Form eines geometrischen Objekts als mehrstimmige Tonfolgen interpretiert und als musikalisches Motiv in der Klavierkomposition "Möbiusband Variation" weiterentwickelt. Die Installation "Pianoliner" ermöglicht es, über ein Klavier Linienbilder auf eine Wand zu zeichnen, die in einem strukturellen Verhältnis zu den Intervallen der Klaviatur stehen.